08.04.2026 - IPA Ausflug Daisyworld und STEYR Traktorenwerk
Aufgrund vermehrter Anfragen und Wunschäußerungen von IPA Mitgliedern, wurde am 08.04.2026, erneut eine Besichtigung des Steyr Traktorenwerks realisiert.
Das Wilhelmsburger Porzellanmuseum ( Lilienporzellan ), stand an diesem Tag erstmals am Programm.
Das Interesse an diesem Ausflug war enorm, sodass 57 Personen ( vorwiegend IPA Mitglieder oder deren Ehepartner/innen, bzw. im Exekutivbereich tätige Personen ) teilnahmen.
An der Reise nahm auch eine 6 köpfige IPA Gruppe aus Znaim teil.
Daisyworld - Wilhelmsburger Porzellanmuseum ( Lilienporzellan )
Zwei Jahrhunderte, wurde in Wilhelmsburg, Porzellan hergestellt. In Spitzenzeiten beschäftigte das Wilhelmsburger Werk 1000 Personen.
In den weiteren 2 Produktionsstandorten Znaim und Teplice, arbeiteten in der Zeit der Monarchie insgesamt bis zu 2000 Menschen.
In vielen österreichischen Haushalten befanden sich bunte Tassen und Teller der zierlichen Daisyserie, welche ab den 50er Jahren unter dem Namen LILIENPORZELLAN produziert wurden.
In Gasthäusern, oder bei Feuerwehrfesten, wurden häufig Schnitzel in viereckigen Tellern, mit einer integrierten Salatteilung serviert.
In Kaffeehäusern, sowie in gastronomischen Betrieben, waren Teller und Tassen der robusten Serie Caroline stark vertreten, dieses weiße Geschirr, wies oft einen braunen, oder einen grünen Rand auf.
1996 wurde die Produktion des hochwertigen Geschirrs eingestellt.
Die Beliebtheit der Marke Lilienporzellan ist bis heute ungebrochen.
Besonders die bunte Daisyserie ist ein gefragtes Sammlerobjekt, welches bei Flohmärken, sowie bei Trödel und Kunstwarenhandlungen begehrt ist.
Ein Neubeginn der Porzellanproduktion wurde kürzlich gestartet, dieser befindet sich gerade in den Kinderschuhen.
Den Reiseteilnehmer wurde nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sie erhielten auch in der Werkshalle einen Einblick, in die manuelle Geschirrproduktion der Probeserie.
Nach der abgeschlossenen Probephase, wird die Produktion aufgenommen, dabei wird das Porzellan mit dem neuen grünen Produktionsstempel versehen.
Eine neuerliche Besichtigung des Porzellanwerks wäre in einigen Jahren jedenfalls erstrebenswert, da man so die Entwicklung und eine mögliche Vergrößerung des Betriebes wahrnehmen könnte.
STEYR Traktorenwerk St. Valentin
Der Steyrtraktor ist ein Stück unserer Heimat, er weckt Kindheitserinnerungen, und ist ein Fundament unserer nationalen Identität.
Diese österreichische Innovation, meistert mit Bravour die Bodenbearbeitung, der immer größer werdenden landwirtschaftlichen Ackerflächen. Aufgrund des Bauernsterbens, entstehen riesige Agrarbetriebe. Auch als Zugfahrzeug, müssen Traktoren im Laufe der Jahrzehnte, immer stärkere Lasten an das jeweilige Ziel befördern. Der Anforderungsstandard für Traktoren unterliegt einem ständigen Wandel, die Hersteller müssen auf diese Einflüsse reagieren.
1947 verließ der erste STEYR - Traktor das Werk, im Laufe der Jahrzehnte, wurden die Traktoren an die Marktstrukturen, an den technischen Standard und an die landwirtschaftlichen Bedingungen angepasst. So werden die Traktoren stets größer und Leistungsstärker.
In den 90er Jahren wurde Steyr von Case - New Holland ( CNH ) aufgekauft.
In St. Valentin werden heutzutage nicht nur Steyr, sondern vorwiegend Traktoren der Marke CASE und New Holland gefertigt.
Case und New Holland Traktoren werden vorwiegend für den ausländischen Markt produziert.
Mittlerweile wurden in St. Valentin mehr als 500.000 Traktoren hergestellt.
Im Zuge dieser sehenswerten Exkursion, können Werksbesucher, Schritt für Schritt, fast alle der 35 Produktionsstufen hautnah mitverfolgen.
Jedes Kleinteam erledigt in nur 10 Minuten einen Arbeitsschritt, danach steht die nächste Handwerkergruppe für den folgenden weiterführenden Produktionsabschnitt bereit.
Die Arbeitsbedingungen, sind für die Arbeiter äußerst schwierig und herausfordernd, einerseits muss ein tägliches Plansoll ( derzeit 35 fertige Traktoren ) erreicht werden, auch sind derart monotone Arbeitsabläufe belastend.
Viele Monteure können diesem immensen Leistungsdruck nicht standhalten, sodass einige, bereits nach wenigen Monaten, oder Wochen wieder das Unternehmen verlassen.
Derzeit beschäftigt CNH etwa 650 Arbeitnehmer, aufgrund der Auftragslage, möchte die Konzernleitung die Beschäftigten auf ca. 750 aufstocken.
Diese Exkursion war außerordentlich sehenswert, da die gesamte Traktorenproduktion aus nächster Nähe, mitverfolgt werden konnte.
Natürlich durfte zum Schluss eines gelungenen Ausfluges der gewohnte und erwünschte Heurigenausklang nicht fehlen. Dieser erfolgte in der Eichberger Kellergasse unweit von Traismauer.


